Wer zum ersten Mal einen QR-Code erstellt, stößt fast immer auf diese Unterscheidung: statisch oder dynamisch. Der Unterschied klingt technisch, hat aber sehr praktische Folgen dafür, was nach dem Druck noch möglich ist.
Statischer QR-Code: Ziel fest im Code gespeichert
Ein statischer QR-Code speichert die Zielinformation (eine URL, ein Text, eine vCard) direkt im Code selbst. Das Muster wird beim Scan ausgelesen und ergibt sofort das fertige Ergebnis, ganz ohne Zwischenschritt über einen Server. Das ist einfach und funktioniert offline. Der Nachteil: Ändert sich das Ziel, ändert sich das Muster — ein bereits gedruckter statischer Code lässt sich nachträglich nicht mehr auf ein neues Ziel umstellen.
Dynamischer QR-Code: Ziel liegt hinter einem Kurzlink
Ein dynamischer QR-Code speichert im Muster selbst nur einen kurzen, festen Kurzlink. Beim Scan wird dieser Kurzlink aufgerufen und leitet zum eigentlichen, hinterlegten Ziel weiter. Das gedruckte Muster bleibt dabei über die gesamte Lebensdauer identisch — nur das hinterlegte Ziel hinter dem Kurzlink lässt sich jederzeit ändern, ohne den Code selbst neu zu drucken.
Was ein dynamischer Code zusätzlich ermöglicht
Weil jeder Scan über den Kurzlink läuft, lässt sich zusätzlich erfassen, wie oft ein Code gescannt wurde (Analytics), ob das hinterlegte Ziel aktuell erreichbar ist (Zielüberwachung), und wie sich das Ziel im Zeitverlauf verändert hat (Versionshistorie). Ein statischer Code kann keine dieser drei Funktionen bieten, weil er keinen Zwischenschritt über einen Server hat, an dem sich das messen ließe.
Was dagegen spricht
Ein dynamischer Code funktioniert nur, solange der Kurzlink-Dienst dahinter erreichbar ist — ein rein offline funktionierender statischer Code (etwa eine reine Text- oder WLAN-Zugangsdaten-Codierung ohne Weiterleitung) braucht diesen Zwischenschritt nicht und ist entsprechend unabhängig von einem externen Dienst. Für einen Anwendungsfall, der garantiert nie geändert werden muss und keine Auswertung braucht, ist ein statischer Code die einfachere Wahl.
Wann welcher Typ sinnvoll ist
Statisch passt für feste, sich nie ändernde Inhalte ohne Auswertungsbedarf, etwa WLAN-Zugangsdaten für ein privates Netzwerk. Dynamisch passt überall dort, wo ein Code gedruckt wird und danach im Umlauf bleibt — auf Visitenkarten, Verpackungen, Plakaten, Ausweisen oder Etiketten — und sich Inhalt, Ansprechpartner oder Kampagne im Lauf der Zeit ändern kann.
Häufige Fragen
Mehr zum Grundprinzip: Kann ich das Ziel meines QR-Codes nachträglich ändern?, alle NYQRA-Funktionen.